Bericht von der Bade-Württembergischen Freundschaftswanderung

Bericht von der Bade-Württembergischen Freundschaftswanderung

Zweitägige baden-württembergische Freundschaftswanderung am 16.+17. September 2023


1. Tag: Den Neckar entlang von Horb nach Fischingen

Man traf sich am Samstag, 16.9. in Horb am Neckar. Nach der kurzen Begrüßungsrunde ging es die ersten eineinhalb Kilometer meist auf befestigten Wegen voran, das war der Baustelle der Deutschen Bahn geschuldet. In Sichtweite immer der junge Neckar, bei dessen zahmer Breite man sich den Neckarstrom bei Heidelberg kaum vorstellen mochte. Der gleiche Fluss, nur viele Flusskilometer weiter nördlich.
Kurz vor Dettingen wurden die Wanderer von den Kollegen des Schwarzwaldvereins Dießen erwartet, die mit kühlen Getränken und warmen Würsten für eine Pause gesorgt hatten. Auf der anderen Neckarseite führte der Weg entlang von saftigen Wiesen und grünen Hecken zu einem Bauernhof der besonderen Art, vielleicht eher einem Bauernzoo. Dort grasten Ponys, Zwerg-Gallowayrinder und weiße Ziegen, schnatterten, quakten und scharrten Gänse, Enten, Hühner und Puter, bellten vier Hunde und ab und zu ließ sich eine völlig unbeeindruckte Katze blicken. Natürlich konnten wir an solch einer Menagerie nicht vorbeigehen, ohne anzuhalten und mit dem freundlichen Besitzer zu reden.

Schließlich bogen wir in das Tag der Glatt ab und erreichten das malerische alte Wasserschloss des Ortes Glatt. Dies ist ein wunderbares Kleinod, an dem es nicht nur Geschichtsträchtiges und viele gestalterische Details aus alter Zeit zu bewundern gibt, sondern auch kulturelle Ereignisse stattfinden. Das Café im Schloss versorgte uns mit Kaffee und Kuchen und wir ließen uns Zeit, was bei der Hitze keine schlechte Idee war. Die letzte kurze Etappe nach Fischingen führte uns an der Pfahljochbrücke vorbei, einer uralten hölzernen Neckarüberquerung aus dem 13. Jahrhundert. Mit dem Bus fuhren wir nach Horb zurück.
Im gediegenen Gasthaus Germania erwarteten uns neben allerlei feinen Gerichten auch die beiden Damen der „Fleggarätscha“, die uns im breiten schwäbischen Dialekt, auch mal mit Gitarrenbegleitung, allerlei Ratsch und Tratsch vortrugen, was insgesamt zu großer Erheiterung beitrug. So ging ein abwechslungsreicher Wandertag zu Ende, an dem Gespräch, Austausch, Natur, Kultur und Spaß einen großen Raum einnehmen konnten.

2. Tag: Rund um Horb

Am zweiten Tag wurden die zahlreichen Teilnehmenden von den Wanderführern des Schwäbischen Albvereins erwartet. Allein zwölf Wanderfreunde und Wanderfreundinnen vom Schwarzwaldverein Zavelstein waren dabei. Zunächst erfuhren wir Geschichtliches über das mittelalterliche Horb am Neckar. Danach ging es durch die Baustelle zur Umfahrung der engen Innenstadt mit Aufstieg zum „schönsten
Biergarten Deutschlands“, inclusive einer grandiosen Aussicht auf das Neckartal.

Weiter führte der Weg durch den Kugler Hang, an der Stadtmauer entlang und über den Kreuzweg zur Ottilien Kapelle. Vorbei ging es am mittelalterlichen Schurkenturm, der von der Schwäbischen Albverein Horb betreut wird, zur Stiftskirche Heilig Kreuz, zum Weißen Garten des ehemaligen Dominikanerinnen
Klosters, durch den Kakteengarten und zum Abschluss der Wanderung auf die Terrasse eines Wirthauses.
Das Wetter war ausgezeichnet, es gab viel zu besprechen, Wanderpläne wurden ausgetauscht und wechselseitige Einladungen ausgesprochen. Neue Freundschaften wurden gesponnen und bestehende vertieft. Zum Gelingen trug neben der guten Vorbereitung der Wanderungen auch der gemeinsame Austausch am Abend bei.


Text und Fotos: Dorothea Polle-Holl und Wolfgang Kirchner